Musiker

No More

Post-Punk-/No-Wave

Vom frühen Post-Punk & (No) Wave zum Dark Underground, vom EBM über Techno zum Electroclash - und wieder zurück!
Wenn es einen Song gibt, der die Bezeichnung Kult-Klassiker verdient hat, ist es "Suicide Commando" von NO MORE.
Remixe u.a. von DJ Hell und Echopark, Coverversionen des französischen DJs Vitalic, der polnischen Band Mikrowafle u.a., sowie zahlreiche Compilations sorgten dafür, dass der Song seit 1981 immer irgendwo lief.
Auch heute ist der Song immer noch unverzichtbarer Teil vieler DJ-Sets von Dark Wave bis Electroclash, von EBM bis Post Punk, von Electronica bis ... Indierock.

1986 löste sich das Quartett kurz vor Erscheinen ihres Albums HYSTERIA nach sieben Jahren Bandgeschichte auf.

Nachdem NO MORE (verdichtet auf das Duo Tina Sanudakura und Andy Schwarz) schon mit dem Compilation-Album "Remake/Remodel" 2007 ein neues Kapitel in der Bandgeschichte aufgeschlagen haben, gehen sie im Herbst 2008 nach 22 Jahren Pause wieder auf die Bühne.
Vom BIMfest in Antwerpen über Auftritte in Warschau, Kopenhagen, Athen, Stockholm, Mailand, Rom, Rotterdam, Hamburg, München, Berlin und Paris bis hin zum M'era Luna Festival spielen NO MORE erfolgreiche Auftritte in ganz Europa.

Mit dem Album "MIDNIGHT PEOPLE & LO-LIFE STARS" veröffentlichen NO MORE das erste "richtige" Studioalbum seit 1986.
Inspiriert durch ihre Tour quer durch Europa, geben NO MORE im besten Gonzo-Journalismus und mit dem so eindeutig und klar definierten Post-Punk-Proto-Electronica-Kraut-Glam ihre Eindrücke wieder.

"Natürlich sind die meisten Leute zuerst wegen "Suicide Commando" zu den Konzerten gekommen, da machen wir uns gar nichts vor. Aber die meisten sind mit dem Gefühl nach Hause gegangen, das dies gar nicht unser bester Song ist und dass wir noch wesentlich mehr zu bieten haben."

Das liegt zum einen an der intensiven Bühnenpräsenz (schon 1982 beschreibt der New Musical Express im Review zu "A Rose Is A Rose" NO MORE als "a trio of young Germans who appear to have fallen out of LOU REED´s BERLIN album"), zum anderen an der gekonnten Mischung aus neuen und alten Songs.

Während ihr Überhit "Suicide Commando" eine monochrome Fläche war, die jeder in der fast 30-jährigen Erfolgsgeschichte des Songs mit den eigenen Begehrlichkeiten füllen konnte, setzen NO MORE heute in jedem Song Schlaglichter sowohl auf die Gegenwart als auch die Vergangenheit.

Oder wie es das Londoner Playground Magazine Ende 2009 treffend formulierte: "It's always impressive when a band go full circle and have the presence of mind to use the music of those they've influenced to re-invigorate their own sound."

Mal verwenden NO MORE traditionelle Songstrukturen, dann wieder loopen sie sich durch Songs wie beim psychedelischen "The Kores Of Stockholm".
NO MORE spielen live extravagante Coverversionen von Velvet Undergrounds "Waiting For The Man" und den No Wave Klassiker "Hands In The Dark".
Sie verwandeln aber auch alte Songs wie z.B. "French Kisses" in Noise-Disco und bringen mit "In A White Room" Minimal-Electronica auf den Punkt.

Auf die Frage, welche Art von Musik, welches Genre denn NO MORE heute zuzurechnen sind, antwortet die Band:
"Wenn wir diese vielzitierte Schublade für uns benennen sollten, wäre es definitiv Post-Punk-Proto-Electronica-Kraut-Glam.
Wir nehmen Songs aus jeder NO MORE Phase, sowie neue Songs und drehen sie dann gemeinsam durch den Zeitwolf. Und heraus kommt großartiger rhythmischer Lärm, Pop halt."
2012 veröffentlichen NO MORE das Folgealbum "SISYPHUS", auf dem sie zum Loop, zum Mantra, zur Beschwörungsformel zurückkehren.
"SISYPHUS", deutlich düsterer als das Vorgängeralbum, kann man am besten mit NO MORE's Kultalbum "A ROSE IS A ROSE" von 1982 vergleichen.

Dummy

7 Years

von No More

Compilation der deutschen Dark-Wave Band mit dem Indie-Klassiker "Suicide Commando"