Kabarettist

Tresenlesen

Frank Goosen, in die Wirren des Jahres 1966 hineingeboren, gab sich lange dem Studium verschiedenster Geisteswissenschaften hin, las von Anbeginn an anfallsartig und hält mit dieser Leidenschaft seit 1992 nicht mehr hinter dem Berg.
Er liefert für die Begriffe "Geistige Regsamkeit" und "optische Präsenz" neue Eckdaten.
1994/95 versucht sich F.G. als Geschäftsführer des Bochumer Zimmertheaters "Ecce Homo", wo er im Frühjahr `94 die Märchenparodie "Schneeweißchen und Rosenrot oder Der Untergang des Zwergengeschlechtes" schreibt und inszeniert. 1995 wird dort sein Zwei-Personen-Stück "Exit" ... uraufgeführt. Danach wechselt er ins "Prinz-Regent-Theater", ebenfalls in Bochum, spielt dort in einer Dramatisierung von Virginia Woolfs "Die Wellen" und in einem Beckett-Einakter (1996).
Mit Beginn des Jahres 1997 gelangen am PRT zwei Einakter von F.G. unter dem Titel "Wo ist Mike?" zur Uraufführung. Aus einer Begleitveranstaltung entwickelt sich "Always kill your Darlings oder Alles nur Spass?" (KabarettTheater von & mit Frank Goosen).

Herr Malmsheimer seinerseits fünf Jahre Iänger im Hier und Jetzt verhaftet als sein Partner, macht ebenfalls schon während seiner Grund- und Aufbaujahre keinen Hehl aus seiner literarisch motivierten Begeisterung und ließ schon früh auch völlig Fremde daran teilhaben.
Ob mit deren Einverständnis ist nicht überliefert.
Seit 1992 treibt er solches geschäftsmäßig. Davor stand er Iängere Zeit in der ersten Reihe derjenigen welche Literaturvermittlung gewerbsmäßig durch den Verkauf von Büchern betreiben. Er steht für "angstfreies Tragen von Bärten durch Männer und Frauen in der Öffentlichkeit" und ist oft ganz Genußmensch.

Die Blues-Brothers komischer Literatur abwegiger Bauart bedienen sich ausgewählt bissiger, skurriler und scherzhafter Texte nebst Szenen aus fremd- und eigen-artiger Feder an Bier und Kartoffelchips.

Lesungen hatten bisher - zu Recht - einen schlechten Ruf. Im Gegensatz zu verwandten Veranstaltungen hat TRESENLESEN jedoch Methode: nicht das demütige Abfeiern lediglich bekannter, schlecht lesender Halbberühmtheiten oder die betroffen deutungsschwangere Exegese angeblich "wichtiger" Literatur stehen im Mittelpunkt des kreierten Konzeptes, sondern einfach: Spaß und Lust, geboren aus der Erkenntnis, daß Literatur mehr sein kann als Götzendienst oder Germanistik-Seminar.

Auszeichnungen:
1997 Prix Pantheon
1998 Salzburger Stier


Dummy
© Harald Hoffmann
Dummy

Rohes Fest

von Tresenlesen

Die freundliche Dienstleistung für alle Leseratten und solche, die es eigentlich nie werden wollten.

Dummy

Indiskret

von Frank Goosen

„Herrliche Schmunzler mit kleinen rabenschwarz-humoristischen Abstechern“ Stadtmagazin Witten